Aktuell forschen Wissenschaftler auf der ganzen Welt zum Thema, wie sich moderne digitale Geräte auf unser Gehirn und Verhalten auswirken. Es steht dabei weniger die Komplexität im Fokus des Interesses, sondern eher der Umfang und die Art der Nutzung von digitalen Medien.

Komplexität wird wahrscheinlich deshalb weniger berücksichtigt, da dieses Maß zwar grundsätzlich die Eigenschaft von Systemen beschreibt, jedoch auch stark vom Nutzer abhängt. Für den ungeübten Nutzer kann beispielsweise der Umgang mit einem Smartphone unverständlich und schwierig sein, während der geübte Nutzer mit solch einem „komplexen System“ ohne jede Anstrengung interagiert.Grundsätzlich wissen wir noch wenig darüber, wie digitale Medien das Gehirn und seine Funktionsweise verändern.  Allerdings deuten neue Erkenntnisse darauf hin, dass die häufige Nutzung digitaler Technologien erhebliche Auswirkungen – sowohl negative als auch positive –  auf Gehirnfunktion und Verhalten haben kann und das in jeder Alters- und Entwicklungsstufe. Zu den potenziell schädlichen Auswirkungen einer ausgiebigen Nutzung digitaler Medien werden insbesondere Aufmerksamkeitsdefizitsymptome, eine beeinträchtigte emotionale und soziale Intelligenz, Technologiesucht, soziale Isolation, eine beeinträchtigte Gehirnentwicklung und Schlafstörungen genannt.

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Quelle: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung