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Industrialisierung – Industrielle Revolution

Industrialisierung - Industrielle Revolution | Dr. Yasemin Yazan

Die Industrialisierung lässt sich in vier Phasen gliedern, die als Industrie 1.0, Industrie 2.0, Industrie 3.0 und Industrie 4.0 bezeichnet werden. Die Entwicklung der Industrie im Wandel der Zeit kann wie folgt zusammengefasst werden:

„Die Industrie 1.0 startete circa 1800 mit der ersten Massenproduktion durch Maschinen. Während ein Großteil davon wie die Webstühle noch durch menschliche Kraft betrieben wurden, wurden auch erste mechanischen Produktionsanlagen […] [errichtet]. Später wurden die ersten Maschinen durch Wasser- und Dampfkraft angetrieben. Die Wasserkraft war die erste Primärenergie. Danach kamen die Dampfmaschinen zum Einsatz. Gleichzeitig suchte sich die frühe Industrie ihren Weg in neue Bereiche – die ersten Eisenbahnen, Kohleabbau, Schwerindustrie, die Dampfschifffahrt, Tuchherstellung, Verkehr und Textildruck schafften neue Arbeitsplätze in den Fabrikhallen in Europa und Nordamerika.

 Die 2. industrielle Revolution begann Ende des 19. Jahrhunderts mit der Einführung der Elektrizität als Antriebskraft. Mit den ersten Automobilen ab dem frühen 20. Jahrhundert wurde die Arbeit weiter automatisiert. Die Fabrikhallen produzierten in Rekordzeit am Fließband, Motoren nahmen weitere Arbeit ab, und mit der modernen Telekommunikation mit Telefonen und Telegrammen wurden Arbeitsprozesse beschleunigt. Dazu kamen auch die ersten Schritte der Globalisierung. Automobile, Kleidung, Rohstoffe und Lebensmittel wurden automatisiert verarbeitet und erstmals über Kontinente transportiert. Dazu nahm die Luftfahrt ihren Betrieb auf, und per Schiff konnten die Weltmeere überquert werden.

Ab den 1970er Jahren [!] startete die 3. industrielle Revolution. Hier standen die weitere Automatisierung durch Elektronik und die IT im Fokus. Große Rechenmaschinen fanden bereits in den 1940er Jahren [!] Einzug in Großfirmen, und 30 Jahre später begründete der Personal-Computer für Büro und Haushalt einen neuen Industriezweig.

Seit Ende des 20. Jahrhunderts hat die 4. industrielle Revolution begonnen. Hier liegt der Fokus auf der zunehmenden Digitalisierung früherer analoger Techniken und der Integration cyber-physischer Systeme. Statt ‚auf Lager‛ vorzuproduzieren, erfolgt die Herstellung vieler Produkte auf Nachfrage oder nach dem tatsächlichen Bedarf. Da die Fertigung noch schneller von statten geht [!], werden weitere Ressourcen und Abfälle gespart.

Industrie 4.0 lautet der Begriff für die moderne Technologie und Produktion im Zeitalter der digitalen Revolution. Damit wird nicht nur die industrielle Entwicklung weiterer Technologien beschrieben, wie schon in den vergangenen zwei Jahrhunderten, sondern auch die geänderte Produktions- und Arbeitswelt im globalen Zeitalter. Die ‚Informatisierung‛ nimmt in der Industrie 4.0 konkretere Formen an. Klassische Industriezweige wie die Baubranche werden weiter digitalisiert und neue Kommunikationsformen geschaffen – selbst Gebrauchsgegenstände und Verpackungen sind durch Strichcodes ans Internet angeschlossen. Auch auf Trends, Geschmäcker und die Bedürfnisse des Absatzmarktes kann die Industrie 4.0 schneller und exakter reagieren. Eine größere Bandbreite an Modellen und Produktausführungen wird ebenso schnell hergestellt wie auf die rapiden Entwicklungen des Marktes reagiert. Und neue, digitale Fabriken produzieren bei Bedarf bezahlbare Einzelstücke ohne Einbußen.“ (Frick, Thomas W., http://industrie-wegweiser.de/von-industrie-1-0-bis-4-0-industrie-im-wandel-der-zeit/, 07.05.2023)

FAQs

1. Was waren soziale Auswirkungen der Industrie 1.0?

-Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung mit Grundgütern
-Wachstum der Bevölkerung
-Reduktion des klassischen Handwerks/der klassischen Landwirtschaft
-Ausbreitung der städtischen Lebensformen
-Ausbeutung von Fabrikarbeitern durch Fabrikbesitzer
-Strukturelle Armut von Fabrikarbeitern

2. Was waren soziale Auswirkungen der Industrie 2.0?

-Wachstum der Bevölkerung
-Entstehen einer Wohlstandsgesellschaft
-Zunehmende Bedeutung der Gewerkschaften
-Emanzipation

3. Was waren soziale Auswirkungen der Industrie 3.0?

-Zunehmender Welthandel
-Soziale Marktwirtschaft
-Dezentralisierung
-Flexibilisierung
-Entstehen einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft
-Erosion der klassischen Beschäftigung
-Marktwirtschaften im Wandel

4. Was waren soziale Auswirkungen der Industrie 4.0?

-Demografischer Wandel
-Mangel an Fachkräften
-Agilität
-Work-Life-Balance
-Gesundheitsmanagement
-Hohe Selbstbestimmtheit
-Nachhaltigkeit

5. Welche Relevanz hat diese Entwicklung in Bezug auf dein Business?

Betrachtet man die Zeitspannen zwischen den einzelnen Phasen, so stellt man fest, dass die Entwicklungen zwischen den einzelnen Phasen der Industrie 1.0 bis 3.0 jeweils rund 100 Jahre dauerten. Im Vergleich dazu dauerte die Entwicklung von der 3. zur 4. industriellen Revolution nur wenige Jahrzehnte. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass der technologische Fortschritt ein Stadium erreicht hat, in dem die Weiterentwicklung des Fortschritts massiv an Geschwindigkeit gewonnen hat. Experten sprechen daher von einer exponentiellen Entwicklung. Da unser Gehirn auf lineares Denken ausgerichtet ist, ist diese exponentielle Entwicklung schwer vorstellbar – aber sie ist da!

Sie ist leichter zu verstehen, wenn man sie mit dem Zinseszinseffekt vergleicht. Wenn du früh anfängst, Geld zu sparen und dafür Zinsen zu zahlen, hat das einen viel größeren Effekt als wenn du später eine größere Summe sparst. Diesen Effekt könntest du trotz der Investition einer größeren Summe nicht mehr aufholen, da das Wachstum exponentiell verläuft.
Ähnlich schafft die exponentielle Entwicklung im Bereich des technologischen Fortschritts Effekte und Dynamiken, die Unternehmen zwingen, umzudenken und sich digital zu transformieren. Umgekehrt gefährdet das Zögern die Existenz von Unternehmen. Oder mit anderen Worten: Der technologische Fortschritt ist rasant, und wer sich heute nicht mit diesem Thema beschäftigt, die Hintergründe nicht versteht und nicht auf das eigene Unternehmen überträgt, wird irgendwann nicht mehr aufholen können – auch wenn er es gerne möchte. Gedanken wie „Das schaue ich mir später mal an. Das hat noch Zeit.“ ist in diesem Zusammenhang existenzbedrohend für das eigene Unternehmen.

3 Mythen entlarvt - Wenn die Wissenschaft Wissen schafft! | Dr. Yasemin Yazan

Wenn Wissenschaft Wissen schafft!

Leider gibt es auf dem Markt sehr viel Halbwissen. Sei es, weil z. B. Forschungsergebnisse falsch interpretiert oder falsche Kausalitäten hergestellt werden oder Übertragungen in andere Kontexte stattfinden, die gar nicht Untersuchungsgegenstand waren.

Wir greifen 3 Mythen auf und zeigen, was die Wissenschaft schon längst weiß:

- Warum die Bedürfnispyramide von Maslow keine zuverlässige Grundlage für Motivation ist

- Warum Persönlichkeitstests als Fundament für Personalentscheidungen fragwürdig sind

- Warum es eine Quote als wirksames Mittel gegen Unconscious Bias braucht

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